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Fusspflege bei Diabetes

Diabetesbetroffene, insbesondere Menschen mit «diabetischen Füssen» sollten ihren Füssen viel Zuwendung entgegenbringen. Ausgangspunkt zahlreicher Katastrophen sind nämlich oft Unachtsamkeiten im Alltag: kleine Verletzungen beim Entfernen von Schwielen; kleine Risse bei zu trockener Haut; Verbrennungen durch eine zu warme Bettflasche etc. Beim konsequenten Befolgen von einfachen und billigen Empfehlungen zur Fusspflege können Sie sich eventuell viel Leid ersparen.

Untersuchen Sie Ihre Füsse täglich, inkl. Fusssohlen und Zehenzwischenräume, auf Rötungen, Hautrisse, Blasen, Schwielen, Verletzungen oder mögliche Zeichen der Entwicklung eines Charcot- Fusses (Rötung, Schwellung, Überwärmung). Wenn Sie nicht mehr so beweglich sind oder nicht mehr gutsehen, ist die Benutzung eines Handspiegels empfohlen –  oder bitten Sie jemand anderen um Hilfe. Zeigen Sie Verletzungen oder Veränderungen der Füsse raschest möglich Ihrem Diabetologen oder Hausarzt.

Waschen Sie täglich die Füsse – nicht zu lang – mit lauwarmem Wasser (höchstens 35 Grad – Badethermometer), einem weichen Waschlappen und einer milden (rückfettenden) Seife. Keine täglichen Fussbäder!

Trocknen (tupfen) Sie die Füsse vorsichtig aber gründlich mit einem weichen Handtuch ab. Auch zwischen den Zehen gut trocknen (evtl. mit einem Kosmetiktuch). Die Füsse nicht mit einem Föhn trocknen!

Entfernen Sie Hornhaut schonend mit einem Bimsstein – am besten während oder nachdem Fussbad.  Keine Hornhautfeilen aus Metall, Hornhauthobel, -raspel oder Scheren!

Feilen Sie Ihre Nägel vorsichtig, gerade, nicht zu kurz mit z.B. einer Kartonfeile (bis zur Zehenkuppe). Keine scharfen Instrumente  (Nagelschere, -zange oder  -knipser) verwenden!

Cremen Sie Ihre Füsse täglich ein mit einer milden, Feuchtigkeit spendenden Creme, Lotion oder Cremeschaum(mit Harnstoff), aber ohne weitere chemische /medikamentöse Zusätze.

Nehmen Sie professionelle Fuss- und Nagelpflege in Anspruch. Hühneraugen, Hornhaut und andere Hautveränderungen müssen durch einen Arzt oder eine dipl. Podologin oder einen dipl. Podologen «sanft» behandelt werden. Keine «Badezimmer-Chirurgie»; keine Hühneraugenpflaster!

Verzichten Sie auf Barfusslaufen, auch zuhause – Verletzungsgefahr – auch nicht im Schwimmbad (Fusspilz). Füsse nicht der Hitze aussetzen – z. B. beim Sonnenbaden.

Tragen Sie ausschliesslich diabetesgerechte Schuhe (nicht zu eng oder zu weit). Kaufen Sie diese am Nachmittag ein. Laufen Sie neue Schuhe nur stundenweise ein. Halten Sie Leder durch regelmässige Pflege geschmeidig.

Kontrollieren Sie den Innenschuh täglich auf Fremdkörper und Unebenheiten.

Wählen Sie Socken, Strümpfe und Strumpfhosen, die nicht einengen. An kalte Füsse gehören wollene Socken. Verwenden Sie keine Heizkissen, Bettflaschen usw.

Hier finden Sie den Artikel des d-journals zum Thema.

Fussgymknastik

Der Fuss trägt unser ganzes Körpergewicht auf einer ausgeklügelten Fussgewölbekonstruktion und bildet die Grundlage für einen sicheren Gang und ein gutes Gleichgewicht.

Widmen wir dem Fuss also etwas mehr Beachtung. Ein paar Übungen pro Tag lohnen sich. Hier finden Sie Bewegungsübungen für die Füsse.

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